Kollektive Initiative e.V.

Kollektivbetrieb für Haushaltshilfe in Gründung
Kollektivbetrieb
Crowdfunding

Ab sofort läuft die Finanzierungsphase bei Startnext!

Nachdem wir unseren Verein erfolgreich gegründet haben, sammeln wir ab jetzt das Startkapital für die Gründung unseres Kollektivbetriebs. Wenn unsere Crowdfunding-Kampagne erfolgreich verläuft, schätzen wir, dass wir bereits im August 2022 an den Start gehen können! Bis dahin ist es noch ein aufregender Weg, den wir hoffentlich mit eurer finanziellen Unterstützung beschreiten können.

Es ist uns wichtig, dass alle, unabhängig von finanziellen Privilegien, die Chance haben, Teil des Kollektivs werden zu können. Deshalb und um finanzielle Abhängigkeiten zukünftiger Mitglieder von Gründungsmitgliedern zu vermeiden, haben wir uns für eine Crowdfunding-Kampagne entschieden.

So können wir gewährleisten, dass Verantwortung aber auch Risiken gerecht auf allen Schultern verteilt werden, statt bei einigen wenigen zu verbleiben.

Wir hoffen auf eure Unterstützung!

Das Crowdfunding endet in …

Unser erstes großes Projekt, das wir seit langer Zeit sorgfältig planen, ist die Gründung unseres Kollektivbetriebs „Vereinte Kräfte“. Wir hoffen durch die Realisierung nicht nur unsere eigenen Existenzen sichern, sondern gleichzeitig wertvolle Erfahrungen, Fähigkeiten und Kontakte sammeln zu können. Diese möchten wir auf Vereinsebene sehr gerne mit allen interessierten Personen teilen und diesen zugänglich machen. Wir erhoffen uns, so eine weitere Anlaufstelle und Informationsquelle zu schaffen und einen Beitrag dazu leisten zu können, mit deren Hilfe sich weitere Menschen trauen, sich für die Gründung eines Kollektivbetriebs zu entscheiden.

Neben vielen Aspekten, die bei nahezu jeder Firmengründung zu berücksichtigen sind, haben wir bereits jetzt – vor der tatsächlichen Gründung – exklusive Einblicke in Kollektivgründungs-spezifische Themenfelder erhalten. So haben wir viele Erfahrungen für den Gruppenfindungsprozess, die bereits bestehenden Vernetzungen und mögliche Hindernisse sammeln dürfen und freuen uns darauf, diese nach und nach im Rahmen unserer Vereinsarbeit für euch aufzubereiten und frei zugänglich zu machen.

Bis es so weit ist, können wir hier bereits vor allem eins mit euch teilen: unsere Motivation, Begeisterung und daraus resultierende Entschlossenheit, einen Kollektivbetrieb zu gründen.

Das ist der Funken, der in unseren Leben alles in Brand gesteckt, uns durch holprige Zeiten begleitet und den Weg geleuchtet hat.

Wir alle haben in unterschiedlichen Arbeitsbereichen sehr ähnliche Erfahrungen gesammelt und viele Enttäuschungen erleben müssen. Ob es um Bezahlung, arbeitsrechtliche Angelegenheiten, Möglichkeiten zur Festanstellung und damit ein gewisses Maß an Sicherheit und Planbarkeit, Work-Life-Balance, Datenschutz oder gewaltvollen Umgang am Arbeitsplatz gegenüber uns, Kolleg*innen oder Klient*innen ging: viele von uns waren unglücklich und haben auf die eine oder andere Weise die Konsequenzen des kapitalistischen Wirtschaftssystems zu spüren bekommen.

Unsere Gesellschafts- und Systemkritik, die wir alle teilen, haben wir nach unserer regulären Arbeitszeit – an Wochenenden und Abenden – auf die Straße oder in politische Organisationen unserer Wahl getragen.

Wenig verwunderlich, dass bei vielen von uns spätestens mit weiterer Verantwortungsübernahme für eigene Kinder der Spagat immer schwerer wurde.  Der Tag hat immer zu wenig Stunden, um all das – Erholung noch gar nicht einbegriffen – unter einen Hut zu bekommen.

Erfahrungsgemäß ist dies häufig ein Punkt, an dem Menschen entweder bis zum Burnout weiter machen oder aber einen der (mindestens) drei Verantwortungsbereiche aufgeben müssen. Da man seine Familie und seine Lohnarbeit nur schwer aufgeben kann und möchte, ist dies für einen großen Teil der Menschen ein Zeitpunkt der Veränderung: Kritik und Wille sind immer noch da ist, aber die Ressourcen für politische Kämpfe sind schlicht erschöpft.

Daher ist es auch ein Bestreben, unseren Alltag so umzustrukturieren, dass für gesellschaftliche Themen, die uns berühren und für die wir brennen, genügend Zeit und Kraft bleiben.

Als politisch seit Jahren organisierte Menschen haben wir gelernt, dass wir die Veränderungen, die wir uns gesellschaftlich wünschen, selbst herbeiführen und für diese kämpfen müssen. Deshalb hat uns der Gedanke, einen Kollektivbetrieb zu gründen und die Verantwortung für unsere Löhne, unsere finanzielle Absicherung, die Qualität und Struktur unserer Arbeit und vor allem unser Betriebsklima selbst zu übernehmen, eher begeistert als abgeschreckt.

Personen, die beruflich bisher immer im von Vorgesetzten gesteckten Rahmen agieren und Entscheidungen von oben ausführen mussten, bekommen bereits in der Gründungsphase zu spüren, welchen Unterschied es macht, für sich selbst und seine Freund*innen zu arbeiten und einzustehen und dabei selbstbestimmt und kreativ handeln zu können.

Zu wissen, dass wir selbst entscheiden und Einfluss nehmen können, zu welchen Bedingungen wir arbeiten werden, ist ein großer Ansporn für uns alle.

Doch unser Traum ist es nicht nur, bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für uns zu schaffen. Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten auch weniger privilegierten Menschen die Chance geben, bei uns einzusteigen und sich aus prekären Arbeitsbedingungen zu befreien.

Außerdem hoffen wir natürlich, dass wir als Modell- und Mutmach-Projekt für andere Kollektivbetriebe fungieren und vielen Menschen aufzeigen können, dass es Alternativen zu hierarchisch strukturierten Betrieben geben kann, wenn man sie selbst ins Leben ruft.

Darüber hinaus wollen wir ebenso aufzeigen, dass auch in einem Bereich wie Sorge- oder Reinigungsarbeit, in dem viele Menschen prekär beschäftigt werden, bessere Löhne und Arbeitsbedingungen möglich sind, wenn Menschen bereit sind, dafür einzustehen und dafür zu kämpfen.

Auch deshalb war es uns ein Anliegen, in einer Branche zu gründen, die für viele der von uns vorgetragenen Kritikpunkte bekannt ist. Wir wollen es – im Rahmen der strukturellen Beschränkungen – besser machen.

Stellenausschreibung

Wir haben derzeit noch mehrere freie Plätze im Kollektiv frei. Wenn du also begeistert von unserem Projekt bist, dann lass uns gerne gemeinsam herausfinden, ob du in unser Team passen könntest. Die folgende Übersicht soll dir dabei helfen, ein paar weitere Informationen zu Rahmenbedingungen und unseren Erwartungen zu erhalten. Wenn alles passt, melde dich gerne und wir können in einem persönlichen Kennenlernen schauen, wie es weitergehen kann.

Was wir planen, bieten zu können

Bereits während der Probezeit:

  • Einarbeitung in die Bereiche der Außen- und Innendiensttätigkeiten
  • feste Ansprechperson für Fragen, Anliegen, Kritik etc.
  • regelmäßige Feedbackgespräche, um bestmögliche Chancen zur erfolgreichen Aufnahme ins Kollektiv zu haben
  • (noch begrenztes) Mitspracherecht bei Entscheidungen, von denen du selbst im Alltag betroffen bist
  • flexibel wählbarer Stundenumfang zwischen 80 und 160 Stunden monatlich
  • Kernarbeitszeiten zwischen 8:00 und 16:00 Uhr
  • gewisser Planungsspielraum und dadurch gute Vereinbarkeit von Familie und Arbeit im Kollektivbetrieb
  • Einheitslohn in Höhe von 15€/Stunde plus Fahrtkostenerstattung
  • 28 Urlaubstage im Jahr
  • wöchentliches Plenum während der bezahlten Arbeitszeit
  • Firmenhandy zur besseren Trennung von Arbeits- und Freizeit

Nach 6-monatiger Probezeit bzw. nachdem du als festes Mitglied in das Kollektiv aufgenommen wurdest:

  • Aufnahme in den Kollektive Initiative e.V. (Gesellschafter der GmbH) und damit einhergehend die Miteigentümerschaft des Kollektivbetriebs
  • volles Stimmrecht bei basisdemokratischer Entscheidungsfindung
  • unbefristete Festanstellung

Was wir uns von zukünftigen Kollektivmitgliedern wünschen:

  • Überzeugung von der und Offenheit für die Arbeit in einem Kollektivbetrieb
  • Bereitschaft zur überwiegenden Arbeit als Haushaltshilfe im Außendienst
  • Bereitschaft zur Erbringung von entsprechenden Tätigkeiten (Reinigung, Einkauf, Kochen, Kinderbetreuung etc.)
  • Bereitschaft zur Einarbeitung in verschiedene Arbeitsbereiche
  • Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme (für Aufgaben und Positionen)
  • offene, ehrliche und wohlwollende Kommunikation
  • absolute Zuverlässigkeit im Kollektiv und gegenüber Kontaktpersonen
  • Bereitschaft zur Identifikation mit dem Kollektivbetrieb und gewisse Priorisierung desselben
  • Mobilität mit eigenem Fahrzeug, Ticket Preisstufe B oder Fahrrad
  • Absicht, auch längerfristig im Kollektivbetrieb arbeiten zu wollen

Du hast körperliche oder psychische Einschränkungen, würdest gerne mitmachen und fragst dich, ob und in welcher Form das möglich sein könnte?
Melde dich gerne bei uns. Wir sind bemüht, auch individuelle Lösungen zu finden und würden dich gerne kennenlernen.

Du hast die oben genannten Punkte gelesen und denkst, dass du gut zu uns passen würdest? Dann schick uns gerne einen Lebenslauf und ein formloses Motivationsschreiben an verein@kollektive-initative.de!

Wir freuen uns, dich hoffentlich bald persönlich kennenzulernen!

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